von Anja Kocherscheidt

Packen: Alles trocken, alles griffbereit

Ein Muss beim Paddeln sind wasserdichte Packsäcke, am besten in verschiedenen Größen.

Wichtigste Regel: Jeder Gegenstand sollte auch bei Regen oder im Dunkeln schnell zu finden sein.

Schlafsack, Wechselkleidung, Kamera, Powerbank und weitere Elektronik bekommen jeweils ihren eigenen Platz; Handy in wasserdichter Hülle, Tourenkarte, Regenzeug, Proviant und die Dinge für unterwegs kommen in greifbare Nähe im Kanu. Kompressionstaschen helfen beim Sortieren, ersetzen aber keine wasserdichte Hülle. Auch ein kleiner Tagesrucksack ist sinnvoll.

Kleidung: Schicht für Schicht gegen das Wetter

Generell empfiehlt sich das „Zwiebelprinzip“ aus schnell trocknender Funktionsunterwäsche, Shirt, Fleecejacke sowie Funktionsjacke und -hose, letztere idealerweise mit Zip-off. Wichtig ist auch ein paddeltauglicher Regenschutz, der die Schwimmweste nicht verdeckt oder ihre Funktion einschränkt. Dazu Handschuhe fürs Paddeln, Ersatzsocken und trockene Sachen für den Abend.

Schuhe müssen sowohl im Boot als auch beim Ein- und Aussteigen funktionieren. Auf unserer Tour hatte ich den knöchelhohen Damen Moab Speed 2 Mid GORE-TEX® von Merrell dabei, der mir auf unebenem Ufergelände guten Halt gab und meine Füße trocken hielt. Für die Dusche sind leichte Flipflops und ein Mikrofaserhandtuch praktisch. Ein Outdoor-Poncho ermöglicht diskretes Umziehen und wärmt auch beim abendlichen Strandpicknick. 

Camping: Trocken schlafen, schnell aufbrechen

Nach dem Anlanden geht’s ans Camp aufbauen. Wir hatten das handliche Litetrek II von Salewa dabei – das ist selbsttragend, in wenigen Minuten auf- und abgebaut, und das Innenzelt bleibt auch bei Regen trocken. Bei kühleren Temperaturen und feuchteren Nächten hat sich neben einer selbstaufblasenden Isomatte der kuschelig warme Puez PrimaLoft-Schlafsack bewährt.

Als zusätzliche Wärmeschicht hatten wir eine robuste Ripstop-Decke von Voited dabei – die funktioniert je nach Gusto als Bettlaken, als Kissen oder auch beim Picknick draußen. Eine Stirnlampe erleichtert das abendliche Suchen.

Wer noch Platz im Boot hat, kann über einen leichten Campingstuhl nachdenken. Den spürt man beim Tragen, beim Sitzen aber ebenfalls.

Kochen: Warm essen, wenig schleppen

Zum Kochen hatten wir den kompakten, zweiflammigen Campingkocher Optimus Gemini II samt passender Gaskartusche dabei, dazu Topf, Tasse, Besteck und Feuerzeug. Einfache warme Mahlzeiten sind unterwegs oft genau richtig. Praktisch, lecker und üppig bemessen sind die Gerichte von Trek’n Eat: Heißes Wasser kommt direkt in den Beutel, aus dem man anschließend auch essen kann.

Für Morgenmuffel gibt es auch Kaffee bei Trek'n Eat, der sich direkt im Filterbeutel aufbrühen lässt. Für die Wasserversorgung unterwegs hatten wir den platzsparenden BeFree AC Wasserfilter dabei. Welche Wasserquellen sich unterwegs eignen und ob zusätzliche Aufbereitung nötig ist, sollte man jedoch für die jeweilige Route prüfen.

Reiseapotheke: Gegen Blasen, Stiche und kleine Notfälle

Zusätzlich zum Erste-Hilfe-Set gehören Blasenpflaster, persönliche Medikamente und eine Rettungsdecke in die Reiseapotheke. Je nach Region sollte man zudem Mückenschutz und Sonnencreme im Gepäck haben. Achtung: Nach Schottland bitte niemals ohne ein Kopfnetz gegen die lästigen Midges aufbrechen!

 


Transparenzhinweis: Die verlinkten Produkte wurde Anja Kocherscheidt von den Herstellern für die Recherche kostenlos zur Verfügung gestellt und beim Paddeln in den schottischen Highlands getestet. Die Hersteller hatten keinen Einfluss auf den Text.


Lest Anjas Outdoorerlebnis mit dem Kanu auf dem Great Glen Canoe Trail in Schottland in der Winterausgabe der OutdoorWelten – auch in der App!

 

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