Mitten im Naturpark Rhein-Westerwald zwischen RheinSteig und WesterwaldSteig sprudelt und windet sich die ingesamt 102 km lange Wied ihren Weg. Zwischen Luftkurorten und einsamen Pfaden durch Wald und Wiesenszenerien hat das Wiedtal seinen Platz. Hier spielen sportliche und genussvolle Erholung in der Natur zentrale Rollen.
Wiedtal geht auch zu Fuß
→ Frühlingstipp: Kirschblüte auf der Wäller Tour Klosterweg
Auf 18 Kilometer Strecke verbindet der Klosterweg den Rheinsteig mit dem Westerwald-Steig und durchquert dabei ein Auf und Ab durch Bachtäler. Auf den Anhöhen eröffnen sich zahlreiche Weitblicke vom „Westerwald-Balkon“ über die Region.
Im Frühling lockt die Wanderung mit einem Kirschblütenmeer von Ende März bis Anfang April. Besonders im Römergraben bei Rengsdorf bietet sich ein prachvoller Eindruck.
Infos zum Wanderweg: www.wiedtal.de
→ weitere Wäller Touren
Wäller Tour Bärenkopp (Waldbreitbach, 11,8 km)
Wäller Tour Iserbachschleife (Anhausen, 21 km)
Kleiner Wäller Häubchen-Tour (Breitscheid, 5,5 km)
uvm.
→ Alle Rundwege sind auf www.wiedtal.de zu finden.
4 Gravelbike-Touren im Wiedtal
Mit dem Gravelbike geht es auf insgesamt 160 Kilometern über Felder, Wiesen, auf und ab, hindurch durch schattige Waldpassagen und zu Aussichtpunkten über den Wipfeln. Vier Runden sind bereits zu finden, mehr wollen folgen.
Die Routen sind ganz bewusst kürzer, zwischen 27 und 50 Kilometern, gehalten und eigenen sich dadurch besonders gut für gezielte Tagesausflüge. Gleichzeitig liegen sie nahe beieinander und lassen sich zu einem mehrtägigen Gravelbike-Urlaub bzw. Bike-Packing-Erlebnis miteinander verknüpfen (Infos zu Unterkünften und Camping s. unten). Und auch der Wechsel vom Sattel in die Wanderschuhe lässt sich vor Ort sehr gut kombinieren:
1 | Holy Gravel!
→ Start in Waldbreitbach
Mit 27 km die kürzeste der Gravelrunden im Programm. Doch keine Sorge, ein Auf und Ab ist auf jeden Fall auch hier zu meistern. Besonders die zahlreichen Kapellen, Gedenkstätten und Wegekreuze geben der Tour ihren Charme. Mit dem 373 m hohen Malberg wird nicht nur der Muskeleinsatz gefordert. Hier darf man sich über eine wunderbare Weitsicht freuen.
Tipp: Abstecher zum Ausblick auf den Malbergsee. Von hier kann man bei guter Sicht bis Köln blicken.
2 | WiedHeights
→ Start in Waldbreitbach
Mit knappen 50 Kilometern ein idealer Kandidat zum Wiedtal-Kennenlernen. Die Landschaft wechselt sich zwischen Wiesen und Mischwäldern ab. Es gibt viele Anstiege zu schaffen, aber sie halten sich kurz und belohnen mit viel Panoramasicht.
Tipp: Abstecher zum Roßbacher Häubchen. Die Basaltsäulen und der Blick ins Wiedtal vom Gipfel aus ist einmalig. Sogar der Eifel kann von hier oben aus zugewunken werden.
3 | Sechs-Bäche-Tour
→ Start in Rengsdorf
Mit 47 km Länge und über 1.000 Höhenmeter – auf und ab – ist diese Tour etwas für knackige Waden. Doch sie besticht auch mit wunderschönen Eindrücken durch die Bachtäler von Laubach, Fochenbach, Gierender Bach, Oberradener Bach, Aubach und Bornsbach. Wald- und Wiesenwege führen durch diese Landschaft und die ein oder andere Pausebank lädt zum Verweilen ein.
4 | Schottern durchs Rengsdorfer Land
→ Start in Straßenhaus
Diese Tour ist ein ruhiger, einlandender „Allrounder“ von 39 Kilometer Länge und gut schaffbaren Höhenmetern. Wald- und Wiesenwege führen durch zahlreiche Bachtäler und über Mittelgebirgsebenen vorbei an Rengsdorf, Anhausen und Thalhausen.
Planung/Angebote vor Ort
Radbus Linie 131 ab 01.04.2026, fährt zwischen Roßbach / Wied und Neuwied. Ticketkauf vorab empfehlenswert.
Bahnverbindungen bis Neuwied aus Richtung Siegburg (alternativ Bonn-Beuel) oder Koblenz.
Ricarda Große
OutdoorWelten-Redaktion

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